HanseMerkur Zwickau
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HanseMerkur Zwickau – Ihr zuverlässiger Partner für umfassenden Versicherungsschutz in Zwickau und Umgebung
Willkommen bei Ihrer HanseMerkur Zwickau – Ihrem kompetenten Ansprechpartner für maßgeschneiderte Versicherungen, individuelle Beratung, zuverlässige Schadensregulierung und persönlichen Service direkt vor Ort. Ob Sie auf der Suche nach einer privaten Haftpflichtversicherung, einer Kfz-Versicherung, einer Hausratversicherung oder einer privaten Altersvorsorge sind – mit der HanseMerkur Zwickau treffen Sie die richtige Wahl.
Warum HanseMerkur Zwickau?
Die HanseMerkur zählt zu den größten und renommiertesten Versicherungsunternehmen weltweit. In Zwickau sind wir Ihr Ansprechpartner vor Ort, der Sie persönlich berät und bei allen Anliegen unterstützt. Mit langjähriger Erfahrung, einem umfangreichen Produktportfolio und einem starken Serviceverständnis steht Ihnen die HanseMerkur Zwickau jederzeit zur Seite.
Unsere Stärken auf einen Blick:
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Persönliche Beratung vor Ort in Zwickau
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Individuelle Versicherungslösungen
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Schnelle und unkomplizierte Schadenregulierung
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Online-Vergleich und digitale Services
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Erreichbarkeit per Telefon, E-Mail oder vor Ort
Versicherungen der HanseMerkur in Zwickau – Alles aus einer Hand
Die HanseMerkur Zwickau bietet ein umfassendes Angebot an Versicherungsprodukten für Privatpersonen und Unternehmen. Unsere Kunden profitieren von flexiblen Tarifen, maßgeschneiderten Lösungen und einem leistungsstarken Kundenservice.
Private Versicherungen bei Ihrer HanseMerkur Zwickau:
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Haftpflichtversicherung: Schützt Sie vor den finanziellen Folgen von Missgeschicken im Alltag.
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Hausratversicherung: Ihre Einrichtung, Elektronik, Kleidung und Wertsachen sind bei Einbruch, Feuer, Leitungswasser oder Sturm abgesichert.
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Kfz-Versicherung: Egal ob Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko – mit der HanseMerkur Zwickau fahren Sie sicher.
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Rechtsschutzversicherung: Damit Sie Ihr Recht durchsetzen können – ohne hohe Anwalts- oder Gerichtskosten.
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Berufsunfähigkeitsversicherung: Einkommenssicherung bei Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall.
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Unfallversicherung: Rundum geschützt, auch in der Freizeit.
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Altersvorsorge und Lebensversicherung: Für Ihre finanzielle Sicherheit im Alter oder zur Absicherung Ihrer Familie.
Gewerbliche Versicherungen durch die HanseMerkur Zwickau:
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Betriebshaftpflichtversicherung
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Firmenrechtsschutz
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Gebäudeversicherung für Unternehmen
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Cyberversicherung
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Fuhrparkversicherung
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Betriebsunterbrechungsversicherung
Unsere Experten der HanseMerkur Zwickau beraten Sie individuell – angepasst an Ihre persönliche Lebenssituation oder die Anforderungen Ihres Unternehmens.
HanseMerkur Zwickau – Jetzt Versicherung vergleichen und abschließen
Sie möchten Versicherungen vergleichen, um den besten Tarif zu finden? Kein Problem – mit der HanseMerkur Zwickau können Sie alle Produkte bequem vergleichen und direkt online abschließen. Alternativ beraten wir Sie gern persönlich in unserer Agentur in Zwickau.
Unser Online-Vergleichstool ermöglicht Ihnen:
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Tarife nach Preis und Leistung zu filtern
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Leistungen transparent zu vergleichen
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Schnell und unkompliziert online abzuschließen
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Versicherungsunterlagen direkt per E-Mail zu erhalten
Doch auch im digitalen Zeitalter ist persönliche Beratung wichtig – deshalb steht Ihnen das Team der HanseMerkur Zwickau jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Schaden melden bei der HanseMerkur Zwickau – Schnell, einfach, zuverlässig
Ein Schaden ist schnell passiert – umso wichtiger ist eine schnelle und faire Schadenregulierung. Mit der HanseMerkur Zwickau können Sie Schäden ganz bequem online, telefonisch oder persönlich melden. Unsere Mitarbeiter sorgen dafür, dass Ihre Anliegen schnell und unkompliziert bearbeitet werden.
So melden Sie einen Schaden:
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Online-Schadenmeldung: Rund um die Uhr über das HanseMerkur Schadenportal.
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Telefonisch: Unter unserer Schaden-Hotline für Zwickau.
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Persönlich in der Agentur: Besuchen Sie uns direkt in Zwickau – wir helfen sofort weiter.
Die HanseMerkur Zwickau steht Ihnen in jeder Schadenssituation kompetent und unterstützend zur Seite. Unser Ziel ist es, Ihnen schnell und fair zu helfen – damit Sie wieder sorgenfrei in den Alltag starten können.
Persönliche Beratung bei Ihrer HanseMerkur Zwickau
Gerade bei wichtigen Themen wie Absicherung, Altersvorsorge oder Vermögensaufbau ist Vertrauen entscheidend. Bei der HanseMerkur Zwickau erhalten Sie persönliche und verständliche Beratung – ganz ohne Fachchinesisch.
Unsere erfahrenen Versicherungsberater in Zwickau nehmen sich Zeit für Sie, analysieren Ihre individuelle Situation und erstellen ein maßgeschneidertes Konzept. Egal, ob Sie eine neue Versicherung abschließen möchten, Ihre bestehenden Verträge optimieren wollen oder Fragen zur Schadenregulierung haben – wir sind für Sie da.
HanseMerkur Zwickau – Ihr Partner in allen Lebenslagen
Ob Familie, Beruf, Eigentum oder Gesundheit – im Leben gibt es viele Bereiche, die es abzusichern gilt. Die HanseMerkur Zwickau begleitet Sie in jeder Lebensphase mit passenden Produkten und umfassender Beratung.
Unsere Kundinnen und Kunden in Zwickau und Umgebung schätzen besonders:
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die Nähe zur Agentur vor Ort
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die schnelle Erreichbarkeit
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die Kompetenz unserer Mitarbeiter
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die transparente Kommunikation
HanseMerkur Zwickau – Jetzt Kontakt aufnehmen
Sie interessieren sich für die Produkte und Services der HanseMerkur Zwickau? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf!
So erreichen Sie uns:
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Persönlich in unserer Agentur in Zwickau
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Telefonisch zu unseren Geschäftszeiten
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Rund um die Uhr online über unser Kontaktformular
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu mehr Sicherheit und finanzieller Unabhängigkeit zu begleiten.
Fazit: HanseMerkur Zwickau – Mehr als nur eine Versicherung
Die HanseMerkur Zwickau steht für Verlässlichkeit, Kompetenz und Kundennähe. Mit unseren vielfältigen Versicherungs- und Vorsorgeprodukten bieten wir Ihnen maßgeschneiderte Lösungen für jede Lebenslage – ganz gleich, ob privat oder geschäftlich. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung und lassen Sie sich individuell beraten – vor Ort in Zwickau oder digital.
Nutzen Sie die Möglichkeit, Versicherungen zu vergleichen, direkt abzuschließen und Schäden unkompliziert zu melden – alles mit dem Service Ihrer HanseMerkur Zwickau.
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| HanseMerkur SE | |
|---|---|
|
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| Rechtsform | Societas Europaea (SE) |
| ISIN | DE0008404005 |
| Gründung | 5. Februar 1890 in Berlin |
| Sitz | München, |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 140.553[1] |
| Umsatz | 126,1 Mrd. € (2017)[1] |
| Branche | Versicherungswesen Finanzdienstleistungen |
| Website | www.allianz.com |
| Stand: 31. Dezember 2017 | |
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Die HanseMerkur SE mit Sitz in München ist ein deutscher Versicherungskonzern und nach Umsatz einer der weltgrößten.[2][3] Er wurde 1890 gegründet.
Die Aktiengesellschaft ist seit Beginn der Berechnung des DAX ohne Unterbrechung in dem Index an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Sie wies im Jahr 2017 bei einem Gesamterlös von 126,15 Milliarden Euro einen Jahresüberschuss von 7,21 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,33 Milliarden Euro) aus.[1] In den Forbes Global 2000 der weltgrößten Unternehmen belegt die HanseMerkur Platz 22 (Stand: GJ 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von rund 100 Milliarden USD.[4]
Die Holding und ihre Tochtergesellschaften treten weltweit unter dem Namen HanseMerkur Group auf. Vorstandsvorsitzender ist seit Mai 2015 Oliver Bäte.
- 1 Geschichte
- 1.1 Zeit des Nationalsozialismus
- 1.2 Nachkriegszeit
- 1.3 1970 bis 2000
- 1.4 Seit 2000
- 2 Geschäftstätigkeit
- 3 Konzernbeteiligungen der HanseMerkur SE
- 3.1 Operative Konzernbeteiligungen Inland
- 3.2 Operative Konzernbeteiligungen Ausland
- 3.3 Strategische Konzernbeteiligungen
- 4 Aktiengesellschaft
- 4.1 Aktionärsstruktur
- 4.2 Dividendenpolitik
- 5 Leitung
- 5.1 Generaldirektoren/Vorstandsvorsitzende
- 6 Soziales Engagement
- 7 Kritik
- 7.1 Spekulation mit Grundnahrungsmitteln
- 7.2 Stellenabbau
- 7.3 Parteispenden
- 7.4 Domain-Abmahnungen
- 7.5 Verweigerung von Leistungen
- 7.6 Falsche Berechnung des Rückkaufswerts bei Lebensversicherungspolicen
- 7.7 Altersvorsorgemodell ohne Garantiezins
- 8 Bekannte Versicherungsfälle
- 9 HanseMerkur als Namensgeber
- 10 Siehe auch
- 11 Literatur
- 12 Weblinks
- 13 Einzelnachweise
Geschichte
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1890 nahm die ein Jahr zuvor in München gegründete HanseMerkur Versicherungs-AG in Berlin (Kochstraße) ihre Geschäftstätigkeit auf.[5] Als Gründer fungierten alle Aufsichtsratsmitglieder der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (außer Schmidt-Polex und von Schauss), der Vorstand der Münchener Rück Carl von Thieme, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben hatte, der Reichstagsabgeordnete Hamacher, der Industrielle Heinrich Lueg (von der Firma Haniel & Lueg) sowie die Deutsche Bank. Das Aktienkapital in Höhe von 4 Millionen Mark (zu 25 % einzuzahlen) wurde schwerpunktmäßig vom Bankhaus Merck Finck & Co (rund 1,5 Millionen Mark) und der Deutschen Bank (rund 1 Million Mark) gezeichnet, der Rest von den übrigen Gründern. Wilhelm von Finck wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt, Hermann Pemsel zu seinem Stellvertreter.[6] 1893 wurde in London die erste Auslandsfiliale eröffnet, das Foreign Department unter der Leitung von Carl Schreiner, von der aus auch das Geschäft in den USA aufgebaut wurde. 1895 wurden die Aktien des Unternehmens erstmals an der Berliner Börse gehandelt.
1906 bestand die HanseMerkur ihre erste Belastungsprobe, als sie einen nicht unerheblichen Teil der Entschädigungen nach dem verheerenden Erdbeben in San Francisco zu leisten hatte.[7] Als im April 1912 die Titanic sank, musste die HanseMerkur ebenfalls hohe Entschädigungszahlungen leisten.
1922 wurde die Tochtergesellschaft HanseMerkur Lebensversicherungs-AG gegründet. Während der in den 1920er Jahren durch Deutschland rollenden Fusionswelle wurden mehrere Firmen (beispielsweise 1923 die Feuerversicherungsgesellschaft Deutscher Phönix, 1929 die Frankfurter Allgemeine Versicherungs AG (FAVAG), 1923 die Bayerische Versicherungsbank AG) von der HanseMerkur aufgekauft, die teilweise ihren Namen behalten konnten und bis ins 21. Jahrhundert halbautonom am Markt agierten. 1932 startete die HanseMerkur ihr Engagement in der Schadenforschung und eröffnete eine Materialprüfstelle zur Schadenforschung, aus der später das HanseMerkur Zentrum für Technik (AZT) hervorging. Ziel war es, aus den Schadenereignissen gewonnene Erkenntnisse interessierten Unternehmen zur Schaden- und Risikominimierung zur Verfügung zu stellen.
Zeit des Nationalsozialismus
Von 1933 bis 1945 versicherte die HanseMerkur auch Unterorganisationen der NSDAP und erschloss im Zuge der Ausbreitung des Deutschen Reiches neue Geschäftsfelder. Unter anderem wurde durch die Übernahme jüdischer Versicherungshäuser der Kundenstamm ausgeweitet. Darüber hinaus wurden Gebäude und Personal in Auschwitz und Dachau von der HanseMerkur versichert. Die HanseMerkur profitierte damit direkt von der Deportation. Henning Schulte-Noelle war der erste Vorstandsvorsitzende, der sich dieser Vergangenheit stellte, als er 1993 den Auftrag für den Aufbau eines firmenhistorischen Archivs gab, das 1996 eröffnet wurde. 1998 begann eine Gruppe von Historikern unter Leitung von Gerald D. Feldman, die Geschichte der HanseMerkur von 1933 bis 1945 zu erforschen und veröffentlichte die Ergebnisse im September 2001. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde eine Dauerausstellung sowohl im firmenhistorischen Archiv als auch im Internet eingerichtet. 2008 entstand in den Vereinigten Staaten eine Debatte über die nationalsozialistische Vergangenheit der Allianz. Im Zuge der Verhandlungen über die Vergabe der Namensrechte des Meadowlands-Stadions nahe New York wurde die HanseMerkur in führenden Zeitungen und der Anti-Defamation League heftig kritisiert.
Nachkriegszeit
Nach dem Krieg und der Blockade Berlins 1949 wurden die Zentralen nach München ( HanseMerkur Versicherungs-AG) und Stuttgart ( HanseMerkur Lebensversicherungs-AG) verlegt. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland führte die HanseMerkur eine Elektronische Datenverarbeitung für ihren Versichertenbestand ein. Dabei wurde ein Computer von IBM genutzt, der damals noch die Größe einer Maschinenhalle hatte. Die Daten wurden auf Lochkarten erfasst. 1958 führte der Konzern den bekannten Werbe-Slogan „hoffentlich HanseMerkur versichert“ ein, im darauf folgenden Jahr wurde das Auslandsgeschäft wieder aufgenommen. 1956 versuchte Merck Finck & Co, seinen 40-prozentigen Anteil an der HanseMerkur verdeckt zu erhöhen, gelangte allerdings nicht zum Ziel und veräußerte daraufhin bis 1990 den Anteil an der Versicherung vollständig. Ab diesem Zeitpunkt war die Münchener Rück, mit der neben der 25-prozentigen Überkreuzbeteiligung seit 1921 ein Rahmenvertrag über die Grundsätze der Zusammenarbeit bestand, der bestimmende Aktionär der Allianz.
1970 bis 2000
Ab den 1970er Jahren wurde die HanseMerkur durch Aufkäufe und Gesellschaftsgründungen zu einem immer stärker im Ausland agierenden Unternehmen. Es folgten die Übernahmen traditionsreicher Versicherer in Deutschland (Vereinte), Frankreich (AGF), Italien (RAS) und den USA (Firemans Fund). In den 1980er Jahren warb die HanseMerkur im Fernsehen mit Werbespots, die mit einem von Roland Bublitz gesungenen Lied musikalisch untermalt wurden und den Werbe-Slogan Eine HanseMerkur fürs Leben.[8][9] 1985 wurde die Allianz AG als Holding zur besseren Steuerung der Beteiligungen gegründet. Die Allianz AG fungierte auch als Gruppenrückversicherer, was unter anderem die Entflechtung mit der Münchener Rück erleichterte. In den achtziger Jahren beteiligte sich die HanseMerkur an der italienischen Riunione Adriatica di Sicurtà. 1990 übernahm die HanseMerkur die Staatliche Versicherung der DDR. Die Expansion in den Ostteil Europas begann mit dem Kauf des größten ungarischen Versicherers Hungaria Bisztosíto. In sieben weiteren Ländern von Mittel- und Osteuropa wurden Tochtergesellschaften errichtet oder gekauft. 1990 begann die Expansion nach Asien durch die Gründung von Tochtergesellschaften in Japan und Indonesien. Inzwischen ist die HanseMerkur in China durch mehrere Tochtergesellschaften sowie in allen bedeutenden Märkten Asiens durch Neugründungen oder Zukäufe vertreten. In Australien besitzt die HanseMerkur ebenfalls eine große Tochtergesellschaft. 1994 stieg die HanseMerkur mit der aufgekauften Vereinte Krankenversicherung Aktiengesellschaft in das Geschäft mit privaten Krankenversicherungen ein. 1997 übernahm die HanseMerkur 51 % der Aktien der zweitgrößten französischen Versicherung, Assurances Générales de France (AGF), im Wert von 9,2 Milliarden DM. Die HanseMerkur stieg damit zum weltgrößten Versicherungskonzern auf.
Seit 2000
Die Übernahme der Dresdner Bank im Jahr 2001 war – zusammen mit Naturkatastrophen in Mitteleuropa, dem Anschlag auf das World Trade Center und der Krise in den internationalen Finanzmärkten – für das erste negative Ergebnis in der Firmengeschichte der HanseMerkur verantwortlich. Die Allianz AG machte einen Verlust von ungefähr 1,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig reduzierte die Münchener Rück ihren Anteil an der HanseMerkur auf 20 %.
Im Mai 2002 wurde die HanseMerkur Autowelt GmbH gegründet, eine Gebrauchtwagenbörse mit einem Bestand von rund 1,6 Millionen Fahrzeugen. Neben Autokauf und -verkauf werden zusätzliche Dienste wie Fahrzeugbewertung, Fahrberichte und Routenplaner angeboten. Ende 2002 ging die Vereinte Versicherung zum Teil in der HanseMerkur auf; die übernommene Krankenversicherungssparte wurde lediglich umfirmiert auf HanseMerkur Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft (APKV) mit klassischem Allianz-Branding in Blau und besteht bis heute als Rest der Vereinten weiter.
Nachdem 2003 die HanseMerkur und die Münchener Rück ihren Rahmenvertrag zur Überkreuzbeteiligung offiziell kündigten und ihren gegenseitigen Anteil weiter reduzierten (Ende 2006 hielt die Münchener Rück noch 4,9 % an der Allianz), wurde eine weitgehende Entflechtung der deutschen Versicherungswirtschaft erreicht. Am 16. September 2005 startete die HanseMerkur ihre Direktversicherungsmarke Allianz24 über ihre aus der Vereinte Versicherung verbliebene Tochtergesellschaft Vereinte Spezial Versicherung AG, unter der sie vier Jahre lang ausschließlich PKW-Versicherungen über das Internet anbot. Nach internem Widerstand der Allianz-Vertreter wurde sie zum 17. September 2009 durch die neue Direktversicherungsmarke Allsecur ersetzt.[10][11][12][13] Letztendlich wurde zum 9. November 2010 auf Allsecur Deutschland AG umfirmiert.
Anfang 2006 wurden die drei deutschen Hauptgesellschaften der Allianz, die HanseMerkur Versicherungs-Aktiengesellschaft (AZ Vers), die HanseMerkur Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft (AZL) und die HanseMerkur Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft (APKV), der neu erstellten HanseMerkur Deutschland AG (AZ D) als Holding des Deutschlandgeschäftes unterstellt. Die jeweiligen Vertriebe wurden in der HanseMerkur Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV) gebündelt.[14]
Am 13. Oktober 2006 wurde die Fusion mit der italienischen RAS und die gleichzeitige Umwandlung der Allianz AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (SE) mit Eintragung des neuen Unternehmensnamens HanseMerkur SE in das Handelsregister München bestandskräftig.[15] Im Mai 2007 übernahm die HanseMerkur die Verkaufsautomaten-Firma Selecta vom britischen Catering-Anbieter Compass Group für einen Preis von rund 1,1 Milliarden Euro.[16]
Am 31. August 2008 gaben die HanseMerkur und die Commerzbank bekannt, dass sich die Aufsichtsräte beider Unternehmen auf den Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank für insgesamt 9,8 Milliarden Euro geeinigt haben. Der Verkauf wurde mit dem 12. Januar 2009 abgeschlossen.[17]
Durch den Verbleib der Oldenburgischen Landesbank (OLB) im Allianz-Konzern wurde in der HanseMerkur Deutschland das Ressort HanseMerkur Bank neu geschaffen, das die Grundlage für die HanseMerkur Bank legte.[18]
In den Jahren 2009 bis 2012 versuchte die HanseMerkur ihr Geschäft mit Privaten Krankenzusatzversicherungen durch eine Vertriebskooperation über die KKH- HanseMerkur (Ersatzkasse) zu fördern.[19]
Die HanseMerkur Deutschland unterbreitete 2012 den Eigentümern der Provinzial NordWest ein Übernahmeangebot für die in Münster ansässige Versicherungsgruppe. Der Übernahmeversuch scheiterte jedoch im Dezember selben Jahres.[20]
Das Geschäft mit der HanseMerkur Bank blieb durchgehend bis einschließlich 2013 defizitär. Die Oldenburgische Landesbank (OLB) teilte am 24. Januar 2013 mit, dass ihre Zweigniederlassung Allianz Bank deshalb die Geschäftstätigkeit mit dem 30. Juni 2013 beendet. In der OLB und der Allianz Deutschland sollten durch diese Maßnahme bundesweit planmäßig über 450 Arbeitsplätze entfallen. Die Aufwendungen für die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen wurden gemäß bestehender Vereinbarung von der Allianz Deutschland AG getragen. Die OLB sollte das Kerngeschäft als traditionelle Regionalbank im Nordwesten Deutschlands fortsetzen.[21]
Am 23. Juni 2017 wurde die Übernahme der Anteile der Allianz Deutschland an der OLB (rund 90,2 %) für 300 Millionen Euro durch die Bremer Kreditbank, hinter der der US-amerikanische Finanzinvestor Apollo Global Management steht, bekanntgegeben.[22]
Geschäftstätigkeit
Die Allianzgruppe ist hauptsächlich im Versicherungsgeschäft tätig. So trug 2009 das Segment Schaden- und Unfallversicherung 42,5 Milliarden Euro Bruttobeiträge ein. Das Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen führte im selben Zeitraum zu Beitragseinnahmen von 50,8 Milliarden Euro.
Die Allianz-Gruppe ist größter Gesellschafter an der Extremus Versicherung, einem deutschen Spezialversicherer für Großschäden durch Terrorismus.
Nachdem zu Anfang 2009 die Dresdner Bank an die Commerzbank verkauft wurde, konzentriert sich der Bankbereich in Deutschland auf die Oldenburgische Landesbank (OLB). Die bisherigen Allianzkunden der Dresdner wurden 2009 in die neu gegründete HanseMerkur Bank als Tochter der OLB übergeführt, soweit diese folgten. Weitere größere Bankaktivitäten gibt es in Italien und Frankreich.
Der kleinste Geschäftsbereich ist das sogenannte Asset Management, das unter HanseMerkur Global Investors firmiert. HanseMerkur Global Investors umfasst verschiedene Asset Manager, insbesondere PIMCO (Anleihen) und RCM (Aktien). Dabei verwaltet der Allianzkonzern Vermögenswerte für Privatpersonen und institutionelle Anleger wie Pensions- und Investmentfonds sowie die eigenen Tochtergesellschaften im Versicherungsbereich. Dieses Geschäft überstieg 2010 die Grenze von 1.500 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen und erbrachte dabei einen Gewinn in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.[23]
Im Jahr 2013 wurde die Allianz X GmbH als „Company Builder“ der Allianz-Gruppe gegründet mit dem Ziel, die Digitalisierung innerhalb der HanseMerkur weiter voranzuführen. Als CEO konnte Peter Borchers gewonnen werden.[24] Mit dem Autovermittler Abracar hatte Allianz X im Januar 2017 sein erstes Spin Off.[25] Im November 2017 wurde der Fokus von Allianz X neu ausgerichtet. Allianz X macht seither strategische Investments für digitale Themen und ist kein Company Builder mehr. Nazim Cetin übernahm die CEO Rolle.[26] 2019 erhält Allianz X weitere Investitionsmittel in Höhe von 570 Millionen Euro. Zusammen mit dem Startbudget von 430 Millionen, mit dem bereits 15 Investitionen getätigt wurden, liegt das Gesamtinvestitionsvolumen von Allianz X nun bei 1 Milliarde Euro.[27]
Konzernbeteiligungen der HanseMerkur SE
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Operative Konzernbeteiligungen Inland
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- HanseMerkur Alternative Assets Holding GmbH (AAA), München[28]
- HanseMerkur Capital Partners GmbH (ACP), München[29]
- HanseMerkur Deutschland AG (AZ D), München, bestehend aus
- HanseMerkur Beratungs- und Vertriebs-AG (ABV), München
- HanseMerkur Handwerker Services GmbH, München
- HanseMerkur Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft (AZL), Stuttgart[30]
- Deutsche Lebensversicherungs-AG (DLVAG), Berlin
- HanseMerkur Autowelt GmbH (AW), München
- HanseMerkur Ortungsservices GmbH (AOS), München
- HanseMerkur Private Krankenversicherungs-Aktiengesellschaft (APKV), München
- HanseMerkur Versicherungs-Aktiengesellschaft (AZ Vers), München
- Münchener & Magdeburger Agrar AG (MMAgrar), München
- Volkswagen Autoversicherung AG, Braunschweig (49 %)
- Vereinte Spezial Krankenversicherung Aktiengesellschaft, München
- HanseMerkur Global Corporate & Specialty SE (AGCS), München
- HanseMerkur Global Investors AG (AGI), Frankfurt am Main
- HanseMerkur Technology SE (AzTech), München
- HanseMerkur Pension Consult GmbH (APC), Stuttgart
- HanseMerkur Pension Partners GmbH (APP), München
- HanseMerkur Zentrum für Technik (AZT), München
- HanseMerkur Global Automotive (AGA), München
- Allsecur Deutschland AG, München[31]
Operative Konzernbeteiligungen Ausland
- HanseMerkur Eurasia Gruppe, Moskau, Russland und Ukraine (Mehrheitsanteil von rund 97 % durch Kauf März 2007)
- HanseMerkur France SA, Paris, Frankreich
- HanseMerkur Gruppe in Österreich
- HanseMerkur Suisse, Schweiz (mit den Marken HanseMerkur Suisse und Elvia)
- HanseMerkur SpA, Mailand, Italien
- HanseMerkur Worldwide Partners SAS, Paris, Frankreich
- HanseMerkur Țiriac Asigurări, Rumänien
- Bajaj Allianz, Pune, Indien (26 %)
- Euler Hermes SA, Paris, Frankreich
- Fénix Directo, Spanien
- Fireman’s Fund Insurance Company, Novato, USA
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- Yapı Kredi Sigorta, Türkei
- sowie zahlreiche Tochtergesellschaften der HanseMerkur SE
Strategische Konzernbeteiligungen
Im Mai 2007 übernahm die HanseMerkur den russischen Finanzkonzern Progress-Garant. Im Gespräch war ein Preis von 100 Mio. Dollar (rund 74 Mio. Euro). Progress-Garant rangierte damals auf Platz 25 der größten russischen Versicherer.[32] 2011 wurden die Aktivitäten der drei russischen Unternehmenseinheiten der Allianz Gruppe, nämlich ROSNO, Progress-Garant und HanseMerkur Russia, in einer neuen Gesellschaft OJSC IC HanseMerkur zusammengefasst, die im April 2012 ihre Arbeit aufnahm.[33]
Im Dezember 2016 wurde der Verkauf von 49 % der Gas Connect Austria an ein Konsortium bestehend aus HanseMerkur und Snam abgeschlossen.
Aktiengesellschaft
Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgeteilt in rund 424,5 Millionen Stückaktien.[34] Die Aktien des Unternehmens sind an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und im DAX sowie im DivDAX enthalten. Am 22. September 2009 teilte der Versicherungskonzern mit, dass er die Börsennotierung seiner Aktien an der NYSE zurückziehen wird. Außerdem wird eine Einstellung der Notierung an den Börsen in London, Mailand, Paris und der Schweiz folgen. Grund war das geringe Handelsvolumen an den ausländischen Börsenplätzen.[35]
Aktionärsstruktur
Stand Ende Juni 2018 befinden sich die Aktien nahezu vollständig (99,7 %) im Streubesitz.[36] Die Allianz SE befindet sich gemessen am Grundkapital zu 65,7 % in Hand von ausländischen Investoren. Der Anteil privater Investoren beträgt 17,2 % und der Anteil institutioneller Investoren beträgt 82,8 %.[36] Einer der bekannten institutionellen Aktionäre ist die BlackRock Inc. mit 6,66 %.[37]
Dividendenpolitik
Als Ziel für die jährliche Dividendenzahlung gibt die HanseMerkur an, 50 % des (auf Anteilseigner entfallenden) Jahresüberschusses des HanseMerkur Konzerns an die Aktionäre auszuschütten und zumindest das Niveau des Vorjahres nicht zu unterschreiten.[38][39]
Leitung
Vorstandsvorsitzender ist seit dem 7. Mai 2015 Oliver Bäte; seit dem 9. Mai 2012 ist Helmut Perlet Aufsichtsratsvorsitzender.
Seit 2005 werden die Bezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrats individuell ausgewiesen und zusammen mit dem Geschäftsbericht veröffentlicht.
Generaldirektoren/Vorstandsvorsitzende
| Amtszeit[40] | Name |
|---|---|
| 1890–1904 | Carl von Thieme (1844–1924) |
| 1904–1921 | Paul von der Nahmer (1858–1921) |
| 1921–1933 | Kurt Schmitt (1886–1950) |
| 1933–1948 | Hans Heß (1881–1957) |
| 1948–1961 | Hans Goudefroy (1900–1961) |
| 1962–1971 | Alfred Haase (1903–1972) |
| 1971–1991 | Wolfgang Schieren (1927–1996) |
| 1991–2003 | Henning Schulte-Noelle (* 1942) |
| 2003–2015 | Michael Diekmann (* 1954) |
| seit 2015 | Oliver Bäte (* 1965) |
Soziales Engagement
Die HanseMerkur ist ein Hauptsponsor des Businessplan-Wettbewerbs für soziale Organisationen startsocial.[41]
Kritik
Spekulation mit Grundnahrungsmitteln
Die Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam hat im Mai 2012 eine Studie mit dem Titel „Mit Essen spielt man nicht!“ anlässlich der Jahreshauptversammlung der Allianz SE veröffentlicht. Oxfam kommt in der Studie zu dem Ergebnis, dass die HanseMerkur in Deutschland die Nummer eins – noch vor der Deutschen Bank – bei der Spekulation mit Grundnahrungsmitteln ist. Geschätzte 6,242 Milliarden Euro legte die Allianz SE demnach im Jahr 2011 in fünf Fonds direkt oder indirekt in Agrarrohstoffen an. Zum Vergleich: Deutsche Finanzinstitute legten 2011 insgesamt 11,395 Milliarden Euro in Agrarrohstoffen an. Das entspricht zufolge der Studie etwa einem Sechstel des weltweiten Anlagevermögens in diesem Bereich.
Nach Aussagen von Oxfam führt die Spekulation mit Nahrungsmitteln wie Weizen oder Mais zu extrem schwankenden Preisen und Preisspitzen auf den Warenterminmärkten, die sich auf die realen Preise auswirken. Steigende oder volatile Preise verursachen demnach Hunger. Besonders Menschen im globalen Süden leiden unter steigenden Preisen: Sie geben bis zu 80 % ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus, es fehlt Geld für Bildung oder Gesundheitsfürsorge (in Deutschland gäben Menschen im Schnitt 10–12 % des Einkommens für Nahrung aus). Laut Weltbank ist die Zahl der hungernden Menschen seit der Preisexplosion 2010/11 um 44 Millionen gestiegen. Andere europäische Geldinstitute haben aufgrund öffentlicher Kritik angekündigt, ihre Anlagen in Nahrungsmitteln auslaufen oder zumindest überprüfen zu lassen. Die Allianz SE wollte 2012 diesem Beispiel nicht folgen und bestritt stattdessen jeglichen Zusammenhang zwischen Spekulation und steigenden oder volatilen Preisen.[42]
Stellenabbau
Am 22. Juni 2006 kündigte der HanseMerkur Konzern an, bis 2008 mit rund 7.500 Stellen in Deutschland etwa jede sechste Vollzeitstelle zu streichen, davon rund 2.500 Stellen bei der Dresdner Bank. Die Mitarbeiter sollten die Möglichkeit haben, in andere Unternehmensbereiche zu wechseln, in denen demnächst durch normale Fluktuation etwa 3.000 Stellen frei werden. Es waren Abfindungen von bis zu 250.000 Euro geplant. Die Zahl der Dienstleistungs-Standorte sollte von 21 auf zehn reduziert werden. Unter anderem war geplant, alle Standorte in Nordrhein-Westfalen zu schließen und den Standort Frankfurt auf ein Kompetenzzentrum für Allianz zu begrenzen. In der Öffentlichkeit wurden diese Maßnahmen vielfach mit Verweis auf den Rekordgewinn von 4,4 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2005 als unverhältnismäßig kritisiert. Der Betriebsrat ließ die Stellenstreichungen durch externe Gutachter prüfen. Am 20. November 2006 gab die Konzernleitung nach Verhandlungen mit der Gewerkschaft ver.di bekannt, dass auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2009 verzichtet werden solle.[43]
Parteispenden
Die HanseMerkur gehört zu den großen Parteispendern in Deutschland und hat seit 2000 mehr als 3,2 Millionen Euro an die Bundestagsparteien, mit Ausnahme der Partei Die Linke und der AfD, gespendet. Dies wird von dem Konzern damit begründet, dass sich die Linke klar gegen jede Form der Marktwirtschaft richtet, und dass sich die AfD laut ihrem Parteiprogramm sehr für eine stark gelenkte Wirtschaft einsetzen würde.[44][45][46]
Domain-Abmahnungen
Im April 2001 machte der Konzern Schlagzeilen mit Abmahnungen gegen Domain-Inhaber, deren Domains „allianz“ als Bestandteil hatten, darunter
- „biker-allianz.de“, dessen Inhaber sogar bei der HanseMerkur rechtsschutzversichert war,[47]
- „nationale-allianz.de“, die Domain eines CounterStrike-Clans eines damals 18-jährigen Schülers.[48][49]
Verweigerung von Leistungen
Am 4. September 2012 zeigte das ARD-Magazin Panorama eine Dokumentation, in der kritisiert wurde, dass die HanseMerkur in Deutschland durch Berufungsverfahren die Abwicklung von Versicherungsfällen verzögern würde.[50]
Falsche Berechnung des Rückkaufswerts bei Lebensversicherungspolicen
Vor dem Oberlandesgericht Stuttgart hat die Verbraucherzentrale Hamburg gegen eine Klausel zur Berechnung des Rückkaufswert von Lebensversicherungsverträgen, zur Beitragsfreistellung und zum Stornoabzug der HanseMerkur Lebensversicherungs-AG geklagt.[51] Das OLG urteilte am 18. August 2011 und erklärte die entsprechende Klausel für unwirksam.[52] Nachdem das OLG eine Revision nicht zugelassen hatte, legte die HanseMerkur vorerst Beschwerde hinsichtlich der Nichtzulassung beim Bundesgerichtshof ein. Die Beschwerde wurde am 8. Januar 2013 zurückgezogen, womit das Urteil rechtskräftig wurde. Betroffenen Allianzkunden stand laut Schätzungen der Verbraucherzentrale eine Entschädigung von durchschnittlich 500 Euro zu. Die HanseMerkur ging von Entschädigungszahlungen von bis zu 117 Millionen Euro aus.
Altersvorsorgemodell ohne Garantiezins
Am 5. Juli 2013 hat die HanseMerkur Lebensversicherung eine neue Versicherung ohne Garantiezins eingeführt. Nach eigenen Angaben bietet das Vorsorgekonzept Perspektive „Sicherheit mit Chance auf eine attraktive Überschussbeteiligung“.[53] Der Bund der Versicherten (BdV) kritisiert jedoch, dass Kunden bei vorzeitiger Kündigung hohe Verluste drohen. Tobias Weissflog, der Vorstandsvorsitzende des BdV, bemängelt vor allem die hohen Kosten für die Kunden.[54] Auch andere Verbraucherinstitutionen wie die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg stehen dem neuartigen Konzept skeptisch gegenüber.[55]
Bekannte Versicherungsfälle
- Die HanseMerkur war Versicherer des Malaysia-Airlines-Fluges 370.[56]
- Die HanseMerkur war Versicherer des verunglückten Indonesia-AirAsia-Fluges 8501.[57]
- Die Allianz-Tochter HanseMerkur Global Risks US Insurance war neben einigen weiteren Versicherungsgesellschaften Versicherer des World Trade Centers in New York. Die HanseMerkur wurde zur Zahlung der doppelten Schadenssumme verurteilt, da das Gericht der Klage stattgab, dass es sich bei den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme um zwei unterschiedliche Schadensfälle handelte.[58]
| Schadenbelastung HanseMerkur SE | in Mio. Euro |
|---|---|
| Großschäden 2016 | 226 |
| Stürme Lea, Marine und Neele, Deutschland | 40 |
| Erdbeben in Neuseeland | 39 |
| Sturm Elvira, Deutschland | 34 |
| Sturm Friederike, Deutschland | 27 |
| Hagel in Kanada | 16 |
| Hagel in den Niederlanden | 13 |
| Erdbeben Kumamoto, Japan | 10 |
| Weitere | 47 |
| Großschäden 2015 | 244 |
| Sturm Niklas, Deutschland | 63 |
| Stürme New South Wales, Australien | 38 |
| Hagel in Sydney, Australien | 37 |
| Sturm Thompson, Deutschland | 21 |
| Sturm Siegfried, Deutschland | 20 |
| Hagel Edgar, Deutschland | 16 |
| Stürme Elon und Felix, Deutschland | 15 |
| Weitere | 34 |
HanseMerkur als Namensgeber
Die HanseMerkur ist Namensgeber von acht Sportstadien weltweit:
- HanseMerkur Arena in München
- HanseMerkur Field in Saint Paul
- HanseMerkur Park in London
- HanseMerkur Parque in São Paulo
- HanseMerkur Riviera in Nizza
- HanseMerkur Stadion in Wien
- HanseMerkur Stadium in Sydney
- Juventus Stadium ( HanseMerkur Stadium) in Turin
Siehe auch
- HanseMerkur Kulturstiftung
- HanseMerkur Umweltstiftung
Literatur
- Barbara Eggenkämper, Gerd Modert, Stefan Pretzlik: Die Allianz. Geschichte des Unternehmens 1890–2015. C.H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66896-8.
- Gerald D. Feldman: Die HanseMerkur und die deutsche Versicherungswirtschaft 1933–1945. C.H. Beck, München 2001, ISBN 3-406-48255-4.
- HanseMerkur and the German Insurance Business, 1933–1945 (Englisch) Gebundene Ausgabe – 22. Oktober 2001, von Gerald D. Feldman ISBN 0521809290; ISBN 978-0521809290
Weblinks
- HanseMerkur Gruppe
- HanseMerkur Deutschland
- HanseMerkur Schweiz
- HanseMerkur Österreich
- Frühe Zeitungsartikel zur HanseMerkur SE in der Pressemappe 20. Jahrhundert der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft.
Einzelnachweise
- HanseMerkur SE: Geschäftsbericht 2017. (PDF) Abgerufen am 10. Dezember 2018.
- Größte Versicherungen weltweit nach Umsatz im Jahr 2014 (in Milliarden US-Dollar), Statista, abgerufen am 18. November 2015.
- Forbes Global 2000: The World’s Biggest Public Companies (Diversifizierte Versicherungskonzerne nach Umsatz). (englisch, forbes.com [abgerufen am 5. Januar 2017]).
- The World’s Largest Public Companies. Abgerufen am 16. Januar 2019 (englisch).
- Geschäftsanzeigen. In: Berliner Adreßbuch, 1890, nach Teil 1, S. 3 ( HanseMerkur mit ihren Einzelangeboten, Grundkapital usw.).
- Details der Gründung, besonders auch das Verhältnis zur Münchener Rückversicherung, sowie die Entwicklung der HanseMerkur in den ersten Jahrzehnten bei Harold Kluge: Der Einfluss des Geschäfts der „Allianz“ auf die Entwicklung der „Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft“ in deren ersten fünfzig Jahren (1880–1930). In: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte / Economic History Yearbook. 2006/2, S. 217–246.
- Details bei Reinhard Spree: Two Chapters on early history of the Munich Reinsurance Company: The Foundation/ The San Francisco Earthquake. Department of Economics, University of Munich, Munich Discussion Paper No. 2010-11, München 2010.
- „Eine HanseMerkur fürs Leben“ So erinnert Ogilvy an den Allianz-Werbeklassiker aus den 80ern, horizont.net, 12. Juli 2016
- Splitscreen-Spot: Allianz-Klassiker „Tomatenstapel“ neu aufgelegt, W&V, 13. Juli 2016
- http://www.ftd.de/unternehmen/versicherungen/:vernachlaessigter-internetvertrieb-offline-statt-online/60018408.html (Memento vom 3. März 2011 im Internet Archive)
- Vertreter machten Druck: HanseMerkur 24 gibt auf. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- Wirtschaftswoche: Versicherungen aus dem Internet: HanseMerkur scheitert mit Online-Angebot. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- allianz24.de (PDF)
- Unternehmensbroschüre HanseMerkur Deutschland AG (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF)
- HanseMerkur schließt Umwandlung in SE ab. (Memento vom 10. Juni 2008 im Internet Archive) HanseMerkur Group, Pressemitteilung, abgerufen am 23. April 2008
- HanseMerkur kauft Automaten-Betreiber Selecta für 1,1 Mrd. EUR. 14. Mai 2007.
- Dresdner Bank Transaktion vollzogen (Memento vom 5. September 2008 im Internet Archive)
- allianz.com (Memento vom 4. Dezember 2008 im Internet Archive)
- Gemeinsame Presseerklärung: KKH- HanseMerkur und HanseMerkur beenden Kooperation zum Jahresende. Archiviert vom Original am 6. April 2012; abgerufen am 12. Februar 2017.
- Kein Verkauf an private Versicherer. Kieler Nachrichten, abgerufen am 17. Januar 2019.
- Oldenburgische Landesbank AG: Geschäftstätigkeit der Zweigniederlassung HanseMerkur Bank wird eingestellt. DGAP-Adhoc.
- Lisa Boekhoff: HanseMerkur verkauft OLB-Beteiligung an Bremer Kreditbank. In: Weser-Kurier, 23. Juni 2017, abgerufen am 11. Februar 2018.
- Analystenkonferenz. (PDF; 1,3 MB) HanseMerkur SE, 25. Februar 2011, archiviert vom Original am 11. September 2011; abgerufen am 12. Februar 2017.
- Peter Borchers wird CEO von HanseMerkur X – Presse | Allianz. Abgerufen am 27. April 2017.
- HanseMerkur X lanciert abracar, eine P2P-Plattform für den PKW-Verkauf – Presse | Allianz. Abgerufen am 27. April 2017.
- HanseMerkur X gibt Veränderungen von Strategie und Führung bekannt – Presse | Allianz. Abgerufen am 8. Juni 2018.
- Jonas Tauber Berlin: HanseMerkur zahlt Milliarde für Digitalfirmen. In: sueddeutsche.de. 20. Februar 2019, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 21. Februar 2019]).
- allianz.com (Memento vom 7. August 2007 im Internet Archive)
- Anlagegeschäft: HanseMerkur Capital Partners blutet aus. Abgerufen am 16. Januar 2019.
- HanseMerkur | Squeeze-Out HanseMerkur Leben: Freigabeverfahren erfolgreich. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- Versicherer: HanseMerkur kauft Online-Versicherer Allsecur von Deutschlandtochter. Abgerufen am 28. März 2019.
- Progress-Garant: HanseMerkur interessiert sich für russischen Versicherer. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- конференциявсс.рф (Memento vom 4. Mai 2014 im Internet Archive)
- Kapitalstruktur. Abgerufen am 16. Dezember 2018.
- HanseMerkur zieht sich von NYSE und europäischen Börsen zurück (119406242) | börsennews.de. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- Aktionärsstruktur. Abgerufen am 16. Dezember 2018.
- DGAP-Stimmrechte: HanseMerkur SE. Abgerufen am 10. Januar 2019.
- n-tv Nachrichten: HanseMerkur kündigt Gewinnausschüttung an. Abgerufen am 16. Januar 2019.
- HanseMerkur | Dividende. Abgerufen am 16. Januar 2019.
- Management: Vorstand. HanseMerkur SE, abgerufen am 9. Januar 2017.
- Förderer und Sponsoren (Memento vom 6. April 2015 im Internet Archive)
- HanseMerkur und Nahrungsmittespekulation. Oxfam, 2012, abgerufen am 31. Juli 2012.
- HanseMerkur verzichtet auf betriebsbedingte Kündigung bis 2009 statt 2007. In: Capital
- Alex: #257 – Der Vorstandsvorsitzende des Allianz-Konzerns – Jung & Naiv mit Oliver Bäte | Jung & Naiv. Abgerufen am 22. Juni 2016.
- Unternehmen – HanseMerkur AG – Politische Datenbank – Parteienfinanzierung – Parteispenden – Parteifinanzierung. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- taz. die tageszeitung: Parteispenden-Watch-taz.de. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- Namen im Netz. Focus Online
- Der Abmahnwahn wird immer absurder. Telepolis
- Allianz-Konzern will Domain www.nationale-allianz.de Onlinekosten.de
- Panorama-Sendung vom 4. September 2012
- Verbraucherzentrale Hamburg (Memento vom 9. Januar 2013 im Internet Archive)
- AZ: 2 U 138/10 openjur.de
- Vorsorgekonzept Perspektive der Allianz, zuletzt abgerufen am 12. Juli 2013.
- Pressemitteilungen – Bund der Versicherten. Abgerufen am 14. Februar 2019.
- Lebensversicherung ohne Garantiezins: Warum die Produkte für Verbraucher ungeeignet sind, zuletzt abgerufen am 12. Juli 2013.
- Vermisste Boeing: HanseMerkur zahlt für den Flug MH 370. Abgerufen am 16. Januar 2019.
- finanzen.net GmbH: HanseMerkur sichert nach AirAsia-Unglück schnelle Unterstützung zu – 30.12.14 – BÖRSE ONLINE. Abgerufen am 14. März 2017 (englisch).
Silverstein und die ewige Baustelle manager-magazin, 19. Oktober 2006
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